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Der Landkreis gratuliert

Schier unendlich ist die Schlange der Gratulanten

Der Landkreis gratuliert

Hilpoltstein/Roth (HK) Wärmende Feuer entlang des Weges, bunt beleuchtete Buden rings um einen großen Wurststand: Wer am Montagabend zum Landratsamt hochlief, fühlte sich in die Adventszeit zurückversetzt. Gefeiert wurde allerdings keine Ankunft, sondern Herbert Ecksteins 60. Geburtstag.

Der Landrat hat eingeladen und es beschleicht einen das Gefühl, dass zumindest der halbe Landkreis auf den Beinen ist, um ihm zu gratulieren. Zeitweise reicht die Schlange vom Eingang des Landratsamtes über die gesamte Treppe und das Foyer bis in den Sitzungssaal, wo der Jubilar die Glückwünsche entgegennimmt.

Da Herbert Eckstein weder Kostverächter noch ungesellig ist, werden die Gratulanten großzügig mit Stadtwürsten und sauren Zipfeln aus dem Kessel, zahllosen kalten Platten, großen Brotkörben und einer profunden Bierauswahl versorgt. Alles aus der Privatkasse der Familie Lades-Eckstein, wie Landratsstellvertreter Walter Schnell betont.

Schnell übernimmt auch die Moderation des Empfangs und erklärt, dass sich Eckstein verboten habe, dass Lobeshymnen in irgendeiner Form geschwungen werden. "Dann halt die negativen Eigenschaften\", habe er vorgeschlagen. Doch da habe es aus dem Vorzimmer geheißen, die habe er nicht, sagt Schnell verschmitzt und erntet natürlich einen Lacher. Ein wenig loben muss er allerdings dennoch: "Des, was du machst, des passd." Man dürfe dankbar für die Arbeit sein, die Herbert Eckstein mit all seinen Ecken und Kanten für die Landkreisbürger leiste - "die du zur Hälfte mit dem Vornamen kennst".

Seit über 22 Jahren gibt es im Landkreis Roth den "Landrat Eckstein" - anhand dieser 15 Buchstaben hat man in den vergangenen Tagen im Vorzimmer Ecksteins ein kleines Stichwortverzeichnis geschaffen, das den Jubilar ein wenig charakterisieren soll. Da steht beispielsweise unter "L" natürlich Landrat, aber auch Leidenschaft und Leser. Bei "A" ausdauernd, authentisch und Arbeitstier, bei "D" direkt, durchsetzungsstark und Dickschädel. Bei "E" selbstredend Elke sowie Ehrenamt und Engagement, bei "C" Clubfan und Christ. Aufschlussreich auch der Buchstabe "T", unter dem man Tanzmuffel und Thermo-Mix-Fan findet.

Da kein "F" in Landrat Eckstein vorkommt, ist aus dem Freund der Frauen, "Ein" Freund der Frauen geworden, was man nun wieder unter "E" einsortieren konnte. Dazu verrät Eckstein, dass er bei Jüngeren etwas schüchtern sei, wenn es um das Drücken ginge. Bei den etwas Älteren ging dies leichter. Wie beispielsweise beim Landfrauenchor, der Eckstein auch die Hymne "Frankens südöstliche Ecke" darbringt. Was ihn ebenso rührt wie zuvor die Jahrsdorfer Blaskapelle, die die Club-Hymne "Die Legende lebt" für ein Blasorchester umgeschrieben hat. Wie Chefdirigent Walter Landkammer verrät, habe im Übrigen ein Bayernfan die ehrenvolle Aufgabe übernommen.

Kein Geburtstag ohne Geschenke, allerdings gibt es auch da Einschränkungen, wie Walter Schnell verrät. Man habe auf Gutscheine verzichtet, "weil es da immer noch welche von deinem 50. Geburtstag gibt, die du nicht eingelöst hast".

Dafür gibt es Kunst, unter anderem von einem Maler, der Eckstein lange sehr nahe gewesen sei, den er schätze und der aktuelle Landkreiskünstler sei, so Schnell. "Ich hoffe, es ist das richtige Geschenk." Ist es, denn Eckstein schaut zufrieden, als ihm Schnell ein großformatiges, farbenfrohes Bild von Max Peschke, seinem früheren Büroleiter, überreicht.

Der Landkreis Roth ist gekommen und mittendrin steht Herbert Eckstein, der das sichtlich genießt. "Ich bin dem Herrgott dankbar, so leben zu dürfen", sagt er. Und wer ihn kennt, weiß, dass das keine Floskel ist. "Das wäre mir zu platt." Im Landkreis fühle er sich überall wohl, sagt Eckstein. "Mein Problem ist ja auch nicht das Hingehen, sondern das Heimkommen." Und so geht es auch an diesem Abend noch lange fröhlich zu im Rother Landratsamt.

Von Rainer Messingschlager


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Geburtstag von Landrat Herbert Eckstein

Herbert Eckstein geht stets mit offenen Augen durch seinen Landkreis und sucht die Nähe zu und das Gespräch mit den Menschen.



Landrat feiert am 7. Januar runden Geburtstag
Ehrlich und bodenständig: Herbert Eckstein wird 60

ROTH - "Unser Herbert wird 60". Herbert, wer? Unser Herbert halt, der von nebenan, der in weiten Kreisen der Landkreis-Bevölkerung äußerst beliebt ist.

„Es ist kein Verdienst, 60 Jahre alt zu werden; für mich ist es vielmehr ein persönliches Glück, diesen Geburtstag gesund und in diesem lebenswerten Umfeld feiern zu können“, sagt Herbert Eckstein, der mit 22 Jahren Amtszeit zu den erfahrensten Landräten in Bayern gehört und am Donnerstag, 7. Januar, 60 wird. Und sich noch lange nicht aufs Altenteil zurückziehen möchte.

Eckstein ist Franke und redet, wie ein Franke eben redet. Mal wortkarg, wenn ihm etwas gegen den Strich geht, mal ohne Strich und Komma, wenn er in Rage kommt, mal launig, wenn er gut drauf ist. Immer offen und frei heraus. Ohne Manuskript. Er sagt, was er denkt. Manchmal fordern seine Sätze zum Mitdenken auf, dann muss man zwischen den Zeilen lesen können, um herauszukriegen, was er meint.

Unter seiner Regie ist der Wirtschaftsstandort Landkreis Roth ein wichtiger Baustein der Metropolregion Nürnberg geworden. Und die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt deutlich unter dem mittelfränkischen und bayerischen Durchschnitt. Dass der Landkreis Roth oft ein Vorreiter war und ist, kann er sich auf seine Fahnen schreiben: Energieagentur, Wirtschaftsförderung über die Unternehmerfabrik, eine konkurrenzfähige Kreisklinik, ein ausgeklügeltes Nahverkehrssystem, die schrittweise Sanierung der Schulen und die aktuelle kommunale Verteilung der Asylbewerber.

Als jüngster Gemeinderat zog Eckstein 1978 in den Marktgemeinderat Wendelstein ein, wurde Fraktionsvorsitzender und von 1990 bis 1993 stellvertretender Bürgermeister. Zur gleichen Zeit war er Landtagsabgeordneter und wurde in den Haushaltsausschuss berufen. Eine Position, die er als junger Abgeordneter als höchste Anerkennung empfand. Und als Landrat Dr. Helmut Hutzelmann 1993 im Amt verstarb, trat Eckstein an und wurde gewählt. Mit 37 Jahren.

Ans Aufhören — die nächste Wahl des Landrats ist 2017 — denkt er aktuell nicht. „Wenn ich mich nicht mehr streiten, nicht mehr ärgern mag, dann erst höre ich auf“, scherzt Eckstein, für den Gesundheit ein hohes Gut ist. Und noch fühlt er sich fit wie ein Turnschuh. Bereit auch für eine mögliche fünfte Amtszeit.

DETLEF GSÄNGER

20 Jahre Landrat im Landkreis Roth

20 Jahre Landrat …

... das ist in der Kommunalpolitik eine Seltenheit. Und eine fast unvorstellbar lange Zeit. Ganz ehrlich: ich möchte keines dieser Jahre missen. Viele von Ihnen kennen mich. Ich arbeite immer leidenschaftlich für eine gute Zukunft unseres Landkreises und daran, unsere Ziele umzusetzen. Am meisten liegen mir die Menschen am Herzen. Die Begegnung und das Gespräch mit Ihnen/ihnen helfen mir bei mancher Entscheidung.

Ich danke allen meinen Wegbegleiter/innen für die Unterstützung. Und ich verspreche Ihnen, mit derselben Leidenschaft weiterzumachen.

Herzlichst Ihr / Euer
Landrat
Herbert Eckstein

20 Jahre Landrat Herbert Eckstein

Berichterstattung im HIP-Kurier am 31.10.2013

Collage Wahlkampf 1993

Collage Wahlkampf 1993